Titel: Köppe's Maschine zum Bedrucken von Glas und Porzellan.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 229 (S. 547–548)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj229/ar229197

Köppe's Maschine zum Bedrucken von Glas und Porzellan.

Mit Abbildungen auf Tafel 43.

Zum Bedrucken von Aufschriftkarten auf Flaschen, Büchsen u. dgl. sowie auch unmittelbar von runden Gegenständen aus Glas oder |548| Porzellan hat Volkmar Koppe in Leipzig die in Fig. 10 und 11 in Seitenansicht und Querschnitt in1/10 n. Gr. dargestellte Maschine landesrechtlich patentirt.1)

Die Einrichtung ist einfach: Auf einem Tisch A wird durch ein Farbenzeug a bekannter Art Farbe gebracht und mittels der Walzen i, i' verstrichen. Die Walzen j, j' übertragen die verriebene Farbe beim Vorgänge und beim Rückgange des Tisches A auf eine in B befestigte Form, welche den aus einer elastischen Masse hergestellten Stempel enthält.

Der zu bedruckende Gegenstand ist direct oder mit Hilfe einer Flasche zwischen den beiden Ständern D und F drehbar eingespannt. Der eine Ständer D ist fest und nur die Achse der Einspannscheibe E mittels der Schraubenspindel l stellbar. Die Scheibe E hat vier Schlitze, in denen sich gebogene Federn bewegen lassen, welche mittels Schrauben auf verschiedene Durchmesser der Flaschen bezieh. der zu bedruckenden Gegenstände gestellt werden können. Die Federn umklammern den Bodentheil der Flaschen und verhüten das Herunterfallen derselben. Der andere Ständer F ist in der Querrichtung des Tisches A verstellbar, desgleichen vertical und horizontal das Lager der Gegenspindel n. Dieselbe steckt in der Hohlachse m, kann durch eine mittels Schraube r beliebig gespannte Feder unter gröſserer oder kleinerer Kraft vorwärts gegen die in den Kopf o eingelegte Flasche gedrückt werden; im Kopf o ist ein Kautschukfutter p eingelegt.

Beim Einspannen drückt man den zu bedruckenden Gegenstand mit dem Halsende in den Kopf o, schiebt den letztern zurück und setzt den Bodentheil in die auf der Scheibe E angebrachten Federn, worauf er zwischen den Lagern durch den Federdruck festgehalten wird. Zum Ausspannen braucht man den zu bedruckenden Gegenstand nur nach rechts zu schieben.

Die Bewegung des Farbzeuges a, welches auf beliebige Breiten eingestellt werden kann, erfolgt durch Anschläge e, e' am Tisch A in Verbindung mit dem Schaltwerk c, b.

Der Antrieb der Maschine geschieht nach der Zeichnung mittels Fuſstritt; läſst der Fuſs den letzteren los, so zieht ein Gewicht G den Tisch A zurück.

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Vgl. Bayerisches Industrie- und Gewerbeblatt, 1878 S. 77. Ferner D. R. P. Anmeldung Nr. 6452 vom 2. März 1878 (Verfahren), sowie Nr. 6455 vom 17. April 1878 und Nr. 11239 vom 8. August 1878 (Druckmaschine).

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