Titel: Schwefelkohlenstofflampe zur Desinfection von Kellern und zum Einschwefeln der Fässer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 229/Miszelle 9 (S. 98–99)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj229/mi229mi01_9
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Schwefelkohlenstofflampe zur Desinfection von Kellern und zum Einschwefeln der Fässer.

Die Lampe besteht nach F. König (Pharmaceutische Centralhalle, 1878 S. 119) aus einer kleinen zweihalsigen Woulff'schen Flasche von etwa 200cc Inhalt, deren eine Oeffnung mit einem durchbohrten Korke verschlossen ist, in welchem sich eine gerade, einen baumwollenen federkieldicken Docht tragende Glasröhre befindet, die bis auf den Boden der Flasche reicht. Die zweite Oeffnung, durch welche man den Schwefelkohlenstoff einbringt, ist durch einen Kork geschlossen, der ein möglichst enges, rechtwinklig gebogenes Glasröhrchen trägt. Das Ende dieses Röhrchens muſs von dem Dochte der Flamme möglichst entfernt sein. Das Fläschchen wird zu ¾ mit Schwefelkohlenstoff gefüllt, wobei wegen der Explosibilität des Schwefelkohlenstoffdampfes groſse Vorsicht geboten ist. Reicht die den Docht enthaltende Röhre möglichst bis auf den Boden der Flasche, so ist die Anwendung der Lampe gefahrlos. Soll die Lampe zum Einschwefeln von Fässern verwendet werden, so wird die den Docht tragende Röhre rechtwinklig umgebogen und die Flamme durch das seitliche Zugloch in das Faſs eingeführt.

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