Titel: Byrne's Batterie.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 229/Miszelle 7 (S. 194)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj229/mi229mi02_7

Byrne's Batterie.

Die galvanische Batterie von Dr. Byrne in Brooklyn, welche nach einer besonderen Art ihrer Ausführung als pneumatische Batterie bezeichnet wird, enthält als positive Platte Zink und zu beiden Seiten der Zinkplatte als negative Platten eine Verbindung von 3 Metallen; dem Zink zugewendet Platin, gelöthet auf ein Bleiplättchen, welches wiederum eine Kupferplatte ringsum einhüllt; auf der Rückseite, vom Zink abgewendet, ist das Blei mit Asphaltlack überzogen. Die Gesammtdicke der negativen Platten beträgt etwa 4mm. Als Erregungsflüssigkeit dient eine Lösung von 155g doppeltchromsaurem Kali in 3l kochendem Wasser, welcher nach dem Erkalten 0l,6 concentrirte Schwefelsäure zugesetzt wird.

Bei der pneumatischen Batterie liegt unter der Zinkplatte entlang derselben ein Rohr mit zwei Reihen von kleinen Löchern zu beiden Seiten der Mittellinie; durch dieses Rohr wird, wenn die Batterie in Thätigkeit ist, mittels eines Blasebalges ein Luftstrom eingeführt, der in Form von Blasen emporsteigt, die Flüssigkeit in lebhafter Bewegung erhält, dabei den Wasserstoff von den Platten hinwegspült und immer frische Flüssigkeitstheilchen mit den Platten in Berührung bringt. Das Einpumpen der Luft erhöht rasch die Stromstärke und die Temperatur, so daſs die Lösung bald kocht.

In der Motorbatterie verwendet Byrne blos zwei Platten in jeder Zelle und als Füllung Schwefelsäure, mit 9 Th. Wasser verdünnt; in ihr wird keine Luft eingeführt, die Platinfläche aber, wie das Silber in Smee's Batterie, platinisirt, um den Wasserstoff unschädlich zu machen. 8 Zellen dieser Batterie reichen zum Betrieb einer Singer-Nähmaschine aus mit dem Aufwände von 8 Pf. täglich.

Die zusammengesetzte negative Platte hat sich als sehr wesentlich für die gute Wirkung dieser Batterie erwiesen. Man schreibt den kräftigen Strom theils auf Rechnung des geringern Widerstandes in der negativen Platte, theils auf eine weitere Verminderung des Widerstandes in der Flüssigkeit durch die Luftblasen, theils auf Rechnung der durch die Wärme vergröſserten chemischen Verwandtschaft der Flüssigkeitstheilchen. (Nach Engineering, 1878 Bd. 25 S. 421.)

E–e.

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