Titel: Feuerlöschmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 229/Miszelle 21 (S. 303)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj229/mi229mi03_21

Feuerlöschmittel.

Nach C. Grüneberg (Englisches Patent vom 16. October 1876) wird ein Gemisch aus 20 Th. chlorsaurem Kalium, 10 Th. Colophonium, 50 Th. salpetersaurem Kalium, 50 Th. Schwefel und 1 Th. Braunstein in Büchsen verpackt und angezündet, in den Raum geworfen, in welchem ein Feuer zu ersticken ist.

P. Rolland (Englisches Patent Nr. 1875 vom 14. Mai 1877) will dem Spritzenwasser eine Lösung von 7 Th. Eisenvitriol, 2 Th. Kochsalz und 1 Th. kohlensaurem Kalk zusetzen. Der Kalk soll wohl richtiger in dem Wasser suspendirt werden.

Stirnemann und A. Gauchet (D. R. P. Nr. 579 vom 19. Juli 1877) verwenden zwei Behälter, die mit einem Injector mit doppelter Düse in Verbindung stehen. Der eine Behälter wird mit einer Lösung von doppeltkohlensaurem Natron, der zweite mit verdünnter Schwefelsäure gefüllt (vgl. *1873 208 115. 1876 219 449.) Wird nun der Apparat in Thätigkeit gesetzt, so saugt das eingespritzte Wasser in der ersten Düse das Natron, in der zweiten die Schwefelsäure an und wird so mit Kohlensäure beladen auf das Feuer geleitet.

Zum selbstthätigen Löschen des Feuers unter Dampfkesseln verbinden Dannenberg und Schaper und A. Graul (D. R. P. Nr. 220 vom 16. August 1877) das Sicherheitsventil mit einem Dampfhahn. Wird das Sicherheitsventil durch zu hohe Spannung im Kessel gehoben, so wird der Hahn geöffnet und der ausströmende Dampf löscht das Feuer unter dem Kessel. (Vgl. Ramet *1872 206 339.)

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