Titel: Antrieb für Centrifugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 1 (S. 87–88)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi01_1

Antrieb für Centrifugen.

Eine bedeutende Vereinfachung für groſsere Anlagen von Centrifugen (wie beispielsweise in Zuckerfabriken, Wäschereien u.a.) hat man dadurch erreicht, daſs man die oberen Transmissionen mit den vielen Riemenscheiben und Riemen, sowie die Vorgelege der Centrifugen ganz wegfallen läſst und statt der einzelnen Vorgelege eine ganze Reihe von Centrifugen mit einer |88| durchgehenden Welle versieht, welche für jede Centrifuge bezieh. den halbgekreuzten Riemen derselben eine Fest- und eine Leerscheibe trägt, da hier, während sonst die Vorgelegewelle ausgerückt wird, die Centrifuge selbst ausgerückt werden muſs. Die Vorgelege welle wird dann durch einen Riemen getrieben. Die Fest- und die Leerscheibe nimmt man am besten mit Rand und etwas ballig; das Ausrücken des halbgekreuzten Riemens hat dann keine Schwierigkeit; da die Leerscheibe nach dem Ausrücken still steht, so muſs beim Einrücken die Trommel der Centrifuge mit der Hand etwas in Bewegung gesetzt werden – wie es ja auch gewöhnlich geschieht – um den Riemen auf die feste Scheibe zu bringen. Die Anschaffungskosten bei neuen Anlagen gröſserer Centrifugen-Antriebe werden durch diese Vereinfachung ganz bedeutend ermäſsigt und im Betriebe eine groſse Anzahl Riemen erspart, was namentlich für Zuckerfabriken von groſser Wichtigkeit sein wird.

K.

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