Titel: Die Wasserversorgung der Stadt Iserlohn.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 12 (S. 90–91)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi01_12

Die Wasserversorgung der Stadt Iserlohn.

Das Gebirge südlich der Stadt Iserlohn, welches das zur Versorgung nöthige Quellwasser liefert, besteht nach L. Disselhoff (Journal für Gasbeleuchtung, 1878 S. 471) aus den Grauwacken- und Schieferschichten des Lenneschiefers mit eingelagerten, 10 bis 70m mächtigen Kalksteinschichten. Die dem Schiefer |91| entspringenden Quellen sind im Wermingserthale in groſser Anzahl gefaſst, die Kalkquellen, welche wegen ihrer Reichhaltigkeit und Ausdauer in der trockenen Jahreszeit vorzüglich zur Wassergewinnung geeignet sind, werden in dem zweiten Quellengebiete durch einen 1100m langen Stollen, dem Rudolfstollen, gelöst und abgeleitet. Die Quellen liefern täglich 2000cbm. Wie nachfolgende Analysen zeigen, gehört das Wasser mit zu den besten der in Deutschland zur Versorgung verwendeten. (Vgl. F. Fischer: Chemische Technologie des Wassers, S. 102.)



Bestandtheile (mg in 1l)
Kalkquellen Schieferquelle
Groſse
Quelle im
südlichen
Feldorte
Quelle
im Gegenorte
des Rudolf-
stollens
Hauptquelle
im
Wermingser-
thale
Kalk
Magnesia
Natron
Eisenoxyd
Schwefelsäure
Kiesesäure
Chlor
Gebundene Kohlensäure
35,61
4,75
5,43
0,47
5,15
6,34
Spur
33,20
49,28
12,20
3,14
Spur
5,15
5,00
Spur
51,49
24,86
6,05
2,21
Spur
6,80
6,00
Spur
24,01
Gesammtrückstand 90,95 126,26 69,93
Halbgebundene Kohlensäure 33,20 51,49 24,01
Freie Kohlensäure 0 0 2,90
Salpetersäure
Ammoniak
Organische Substanz

Nicht nachweisbar
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