Titel: Vorschlag zur Bindung des atmosphärischen Stickstoffes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 17 (S. 93)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi01_17

Vorschlag zur Bindung des atmosphärischen Stickstoffes.

J. Blair schlägt im Scientific American, *1878 Bd. 39 S. 21 vor, zuerst den Sauerstoff der Luft durch Verbrennung von Kokes zu Kohlenoxyd zu entfernen, das erhaltene Gasgemisch behufs Abscheidung des Staubes durch eine mit Steinbrocken gefüllte Kolonne zu filtriren, die Gase durch eine von auſsen erhitzte Säule von Eisenerz (Eisenoxyd) zu leiten, um Eisenschwamm und Kohlensäure zu erzeugen, die letztere durch Berührung mit Kalkmilch zu binden und mittels einer Pumpe den übrig bleibenden Stickstoff in einen Gasometer zu schaffen. Das Gas tritt aus letzterem in einen von auſsen erhitzten schachtartigen Ofen, der eine Mischung von Potasche und Kohle „in einem Zustande der Schmelzung“ enthält. „Hierbei tritt die Potasche ihren Sauerstoff an den Kohlenstoff ab und Kohlenoxyd entweicht, während der Stickstoff mit seinem Aequivalent gasförmigen Kohlenstoffes sich zu Cyan, dieses mit Kali zu Cyankalium verbindet.“ Dieses verflüchtigte Salz wird in einer Kammer condensirt; die nicht verdichteten Gase streichen noch durch eine Lösung eines sauren Eisensalzes, in welchem die etwa noch vorhandenen Cyankaliumdämpfe sofort Berliner Blau geben.

F. B.

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