Titel: Willan und Mills' verbesserter Sandbaum für Webstühle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 2 (S. 88)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi01_2

Willan und Mills' verbesserter Sandbaum für Webstühle.

Zum Aufwickeln der mit positivem Regulator auf mechanischen Webstühlen gearbeiteten Waare bedient man sich bekanntlich eines Brustbaumes, welcher für jeden Eintrag entsprechend der Schuſsdichte eine bestimmte Drehung macht. Damit hierbei dieser Baum die Waare möglichst sicher fortbewege, ist seine Mantelfläche rauh gemacht; man nimmt noch häufig hölzerne Walzen, auf deren Oberfläche Sand oder grober Schmirgel oder Glaskörner geleimt sind, woher der Name „Sandbaum“ abgeleitet wurde. Für sehr zarte Stoffe empfiehlt es sich, Sandpapier aufzukleben, oder Fischhaut aufzunageln; für kräftige Waaren nimmt man Reibeisenblech, welches spiralförmig aufgewickelt ist, oder, weil Holz von der Witterung sehr beeinfluſst wird, guſseiserne Walzen, in deren Umfang der Länge nach oder auch noch rechtwinklig zur Achse scharfkantige dreieckige Nuthen eingehobelt und eingedreht sind; man heiſst solche Bäume „Riffelbäume“.

Willan und Mills in Blackburn suchen die Leichtigkeit des hölzernen Sandbaumes mit der Stabilität des eisernen Riffelbaumes dadurch zu verbinden, daſs sie nach dem Textile Manufacturer, 1878 S. 173 den Cylinder aus Eisenblech herstellen, der mit beiden Enden in leichte guſseiserne Scheiben eingesetzt ist, in welchen die durchgehende schmiedeiserne Welle sitzt. Der Cylinder ist nicht völlig geschlossen, nachdem die gebogene Blechplatte absichtlich etwas schmäler gehalten ist, und in den etwa 25mm breiten Längsspalt ist eine Holzleiste gut eingepaſst, an welcher das über den Cylinder gespannte Reibeisenblech festgenagelt wird.

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