Titel: Calciumphosphid für Rettungsbojenfeuer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 8 (S. 89)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi01_8

Calciumphosphid für Rettungsbojenfeuer.

Phosphorcalcium Ca3P2 gibt bekanntlich mit Wasser selbstentzündliches Phosphorwasserstoffgas. Diese Eigenschaft nützt die französische Marine aus, indem sie nach den Mittheilungen aus dem Gebiete des Seewesens, Pola 1878 S. 295 diese Verbindung zur Füllung der abgeschlossenen Rettungsbojenbüchsen verwendet. Um bei der ins Wasser fallenden Boje den Zutritt des Wassers zum Calciumphosphid möglich zu machen, hat die in der Boje sitzende Büchse innen eine mit mehreren Löchern versehene Röhre centrisch eingelöthet, deren Böden durch einen eigenen Schlagstift durchgeschlagen werden. Dieser lagert bei der noch aufgehängten Boje im Gasentweichungskanale des Bojenfeuers und wird erst beim absichtlich herbeigeführten Falle der Boje frei. Bei der in Frankreich beliebten Einrichtung hat die Gasentweichungsröhre eine Länge von ungefähr 70cm, damit sowohl die „auf Mann über Bord“ anzusetzenden Rettungsboote, als auch der zur Boje sich Rettende das Feuer selbst bei unruhiger See auf groſse Entfernungen sehen können und an der Boje angelangt durch die gas- und dampfförmigen Verbrennungsproducte möglichst wenig belästigt werden.

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