Titel: Chemische Constitution der Wolle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 10 (S. 284)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi03_10

Chemische Constitution der Wolle.

Nach den in den Comptes rendus, 1878 Bd. 86 S. 767 veröffentlichten Untersuchungen von P. Schutzenberger gibt Wolle, mit ihrem 3 bis 4fachen Gewichte Bariumhydrat und Wasser auf 150 bis 1800 erhitzt, wie ein Eiweiſskörper Ammoniak, Essigsäure, Kohlensäure, Oxalsäure und Amidoderivate. 100g Merinowolle gaben z.B. 5,2 bis 5g,3 Stickstoff als Ammoniak, 4,24 bis 4g,3 Kohlensäure, 5,68 bis 5g,77 Oxalsäure, 3,18 bis 3g,2 Essigsäure, 1 bis 1g,5 Pyrrol; das zurückgebliebene feste Amidogemenge gab 47,85 Kohlenstoff, 7,69 Wasserstoff und 12,63 Stickstoff. Der Rückstand der australischen Wolle enthielt Caproylleucin, Caproylleucin, Tyrosin, Butyrylleucin, Valerylleucin, Propionylleucin, Butyrylleucein, Valerylleucein und Glycoprotein, also dieselben Stoffe, welche Eiweiſs gibt. Schutzenberger berechnet daraus für Wolle die chemische Formel C230H381N70O77S6.

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