Titel: Strieder's metallische Dichtung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 2 (S. 280–281)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi03_2

Strieder's metallische Dichtung.

Statt der bisherigen Verwendung von Kupferdraht u.a. zur metallischen Dichtung von Rohrleitungen und Maschinenbestandtheilen will J. Strieder in Elberfeld zu gleichem Zweck Röhren aus Blei oder einer weichen Metallcomposition benutzen, welche mit einem nachgiebigen vegetabilischen Material wie Hanf, Baumwollschnüren o. dgl. gefüllt sind. Nach Meinung des Erfinders (D. R. P. Nr. 1052 vom 13. Juli 1877) kann diese metallische Dichtung in längeren Stücken angefertigt werden. Die Verbindung der Enden eines Dichtungsringes erfolgt durch Zusammenlöthen, Ineinanderstecken oder auch |281| nur durch Aufeinanderlegen derselben. Auch kann man zwei Ringe mit stumpf zusammengestoſsenen Enden so in einander legen, daſs die Stoſsfugen gegen einander versetzt sind. Die Nachgiebigkeit solcher in allen Lagen leicht anzubringender Dichtungsringe ist eine derartige, daſs schon bei leichtem Anziehen der Flanschenschrauben eine gute Dichtung erzielt wird, ohne daſs damit die Grenze der Nachgiebigkeit erreicht zu sein braucht. Später eintretende Undichtheiten können deshalb durch Anziehen der Schrauben beseitigt werden. Auch läſst sich ein Ring, so lange er nicht ganz zusammengedrückt ist, mehrere Male gebrauchen. Endlich soll der Preis der Dichtung im Verhältniſs zu anderen Materialien ein sehr billiger sein.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: