Titel: Herstellung von Presshefe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 15 (S. 369)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi04_15

Herstellung von Preſshefe.

H. Hagemann und H. Witter in Bochum (D. R. P. Nr. 325 vom 24. Juli 1877) geben an, daſs nach dem alten Verfahren aus 50k Maische nur 4 bis 4k,5 Preſshefe gewonnen würden, durch Anwendung ihres Satzes aber 9 bis 10k. Derselbe besteht aus 1k Hefe, 100g Kartoffelmehl, 38g Ammoniumcarbonat, 31cc Schwefelsäure, 250cc Kornspiritus und 250cc Kartoffelspiritus für je 50k Maische.

J. v. Hirsch in München (D. R. P. Nr. 1627 vom 17. Juli 1877) gibt an, durch folgendes Verfahren aus 100 Th. Roggenschrot 15 bis 28 Th. ausgepreſste Hefe zu bekommen. Er rührt das Getreideschrot je nach seinem Proteïngehalte mit seinem 5 bis 12fachen Gewichte kalten Wassers, in welchem 3 bis 6 Procent vom Schrotgewicht Chlornatrium gelöst sind, zu einem Klumpenfreien Brei an, der 12 bis 24 Stunden ruhig stehen bleibt. Das am Boden abgesetzte Stärkemehl wird dann durch Kochen mit Schwefelsäure und Neutralisiren mit kohlensaurem Kalk in Zucker übergeführt, mit der vorhin davon getrennten klaren, schleimigen Flüssigkeit, die den Kleber gelöst enthält, gemischt und mit Hefe in flachen Gefäſsen angestellt.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: