Titel: Turbinenmechanismus zum Tauereibetrieb.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 3 (S. 364–365)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi04_3

Turbinenmechanismus zum Tauereibetrieb.

Um die Bergfahrt von Seil- und Kettenschiffen mit alleiniger Benutzung der Strömung als bewegende Kraft zu ermöglichen, will A. von Babo in Carlsruhe (*D. R. P. Nr. 702 vom 3. Juli 1877) einen Apparat aus Achsialturbinen derart mit dem Schiff verbinden, daſs diese dem Wasserstrom möglichst viel Widerstand entgegensetzen. Die hierdurch gewonnene Arbeit wird durch eine passende Transmission auf die Seil- oder Kettentrommel übertragen. Der Erfinder stützt sich hierbei auf folgende Rechnung.

Fährt das Schiff mit einer Geschwindigkeit v gegen den Strom von einer Geschwindigkeit V, so ist bei einer durch den im Wasser eingetauchten |365| Hauptspant gebildeten Fläche H der Widerstand gegen seine Bewegung *), worin ζ ein von den Schiffsdimensionen abhängiger Widerstandscoefficient ist†). Die zur Ueberwindung dieses Widerstandes erforderliche Arbeit ist .

Die vom Strom bei der relativen Geschwindigkeit (V + v) und einer Wassermenge Q abgegebene Arbeit ist: worin γ das specifische Gewicht des Wassers, g die Acceleration der Schwere bedeutet. Geben die Turbinen 70 Proc. Nutzeffect, so muſs sein. Hiernach lassen sich die Dimensionen des Schiffes mit denen der Turbinen in Einklang bringen. Von der im Ueberfluſs vorhandenen Wassermenge muſs natürlich so viel in Rechnung gestellt werden, als zur Erzielung des erforderlichen Effectes nöthig ist.

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In der Patentschrift erscheint durch ein Versehen die dritte Potenz gesetzt.

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Vgl. Redtenbacher: Resultate, S. 349.

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