Titel: Continuirliche Walzenpresse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 7 (S. 366)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi04_7

Continuirliche Walzenpresse.

J. M. Tissot in Paris (* D. R. P. Nr. 39 vom 22. Juli 1877) hat eine continuirliche Walzenpresse für Rübenbrei, Oelsaat u. dgl. angegeben, deren Eigenthümlichkeit in der Combination von Filterflächen mit Druckwalzen besteht. Es sind nämlich zwei endlose Filtertücher über zwei Systeme von Walzen derart gespannt, daſs der auf das untere Filtertuch gebrachte Brei durch das sich nähernde obere Filtertuch allmälig verdichtet und ausgepreſst wird, bis endlich beim Durchgange der beiden Filtertücher durch die belasteten Druckwalzen die vollständige Entsaftung des zwischen den Tüchern eingeschlossenen Breies stattfindet. Die Belastung der Druck walzen erfolgt durch das Gewicht eines Hebels; zum Spannen der beiden Tücher ist je eine ihrer Führungs walzen beweglich gelagert und durch Stellschraube und Handrad anzuziehen. Die Filtertücher bestehen aus drei Lagen, deren unterste von sehr starken Hanfgurten gebildet wird, die mittels kurzer umgenieteter Kupferröhrchen verbunden sind und so der ausgepreſsten Flüssigkeit den Durchgang gestatten; darüber ist ein grobes Gewebe von Haaren, Wolle, Leinen oder sonstigen Fasern, welche sich wenig oder gar nicht verfilzen, und fördert die Entwässerung, während das oberste feine Gewebe aus Merino, Alpacca, Kaschmir u. dgl. den eigentlichen Filter bildet.

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