Titel: Darstellung von Glucose aus Getreide.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 14 (S. 450–451)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi05_14

Darstellung von Glucose aus Getreide.

Getreide, z.B. Reis in Körnern, wird nach dem Vorschlage von S. H. Johnson in London (*D. R. P. Nr. 1346 vom 3. August 1877) mit 2proc. Salzsäure digerirt, dann zur möglichst vollständigen Entfernung der stickstoffhaltigen Bestandtheile und der ätherischen Oele mit reinem Wasser ausgewaschen, bis dieses keine saure Reaction mehr annimmt. Nun wird das Getreide nochmals mit einer 1 bis 2 proc. Säure übergössen; die Stärke der Säure und die Dauer der Digestion ist für jedes Getreide und für die angewendete Temperatur durch Vorversuche festzustellen. Die mit Säure, getränkten Körner werden dann in einem Gefäſs aus Bronze oder mit Blei oder Kieselemail ausgelegtem Guſseisen durch eingeführten Dampf bei 3,5 bis 7at in Glucose verwandelt, was bei Reis schon innerhalb 5 bis 15 Minuten |451| erfolgt. Der erhaltene Syrup zeigt nicht die Bitterkeit der auf gewöhnlichem Wege ohne vorheriges Ausziehen der Getreidekörner hergestellten Glucose; er wird in bekannter Weise neutralisirt und im Vacuum concentrirt.

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