Titel: Continuirliche Trockenmaschine für geleimte Ketten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 3 (S. 446–447)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi05_3

Continuirliche Trockenmaschine für geleimte Ketten.

Die H. Thomas'sche Maschinenbauanstalt in Berlin (*D. R. P. Nr. 1817 vom 10. December 1877) verwendet bei ihrer Maschine einen Trockenkasten, wie man ihn in nahezu ähnlichen Dimensionen in der Leimmaschine der Sächsischen Maschinenfabrik in Chemnitz1) benutzt. Die Kette wird oben eingeführt und |447| geht über Leitrollen hin und her nach unten, woselbst sie getrocknet austritt. Unterhalb des Trockenkastens liegt ein Heizapparat mit 5 Heizröhren, welche in zwei Etagen angeordnet sind, oben 2 Stück und unten 3 Stück, und welche durch Kniestücke so mit einander verbunden sind, daſs directer oder auch Abgangs-Dampf alle Rohre nach einander durchstreicht. Das Condensationswasser wird an dem Ende der Leitung durch einen Wassertopf abgeführt. Die Heizfläche der Rohre ist durch senkrecht auf die Rohre aufgesetzte Strahlplatten möglichst vergröſsert. Ein Ventilator treibt in den unteren Heizraum Luft hinein, welche erwärmt in die Trockenkammer streicht. Die Führungsrollen des Kettengarnes sind hohl; man kann sie ebenfalls mit Dampf heizen, in welchem Falle sie nur mit Stopfbüchsenlagerungen zu versehen und durch Kautschukrohre mit dem Dampfrohre in Verbindung zu bringen sind. Für schwache Garne gibt man zur Vermeidung einer Streckung derselben den Führungswalzen Drehung durch Reibungsantrieb oder durch Bänder. Um die Heizluft möglichst nach der Mitte der Trockenkammer hin zu treiben, sind hölzerne Wedel (Breter, die um Zapfen drehbar sind) zwischen den Führungswalzen angebracht, welche man durch einen Mechanismus bewegt.

|446|

Vgl. E. R. Lembcke: Die Vorbereitungsmaschinen in der mechanischen Weberei. 236 S. in gr. 8 mit 30 lithographirten Tafeln. (Leipzig 1877. Arthur Felix.) In dem vorliegenden Handbuch bietet der Verfasser, Lehrer an der höheren Webschule zu Chemnitz, eine Anleitung zur Kenntniſs, Wahl, Aufstellung und Behandlung der einschlägigen Maschinen, dessen Studium nicht allein Studirenden, sondern auch Praktikern der Weberei groſsen |447| Nutzen gewähren kann, deshalb sehr empfohlen zu werden verdient. Neben allen bewährten Anordnungen, welche in ausführlichen Constructionszeichnungen dargestellt sind, ist auch vieles beachtenswerthe Neue vorgeführt, alles mit groſser Sachkenntniſs und unter Beifügung werthvoller Erfahrungs- und Betriebsdaten behandelt.

J. Z.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: