Titel: Sparkochherde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 6 (S. 448)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi05_6

Sparkochherde.

Der von W. Simmer in Linden vor Hannover (*D. R. P. Nr. 743 vom 7. August 1877) hergestellte Herd besteht aus einem viereckigen Kasten von Eisenblech, in den ein Blechkasten a geschoben wird, über welchem der Rost r liegt. Der Blechkasten ist zur Hälfte mit Asche angefüllt, auf welche glühende Holzkohlen geschüttet sind. Die letzteren werden mit Torf- und Kohlengruſs überstreut; auf den Rost werden die Kochtöpfe gestellt. Die Glut der Holzkohlen und des aufgeschütteten Torf- und Kohlengruſses kocht die in den Töpfen befindlichen Speisen, während die Verbrennungsgase durch ein Rohr f entweichen.

Textabbildung Bd. 230, S. 448

R. Pauly in Berlin (*D. R. P. Nr. 981 vom 20. September 1877) hat den Herd dadurch verbessert, daſs er denselben mit Doppelthüren versieht, auch eine Vorrichtung anbringt, um die Asche bequemer zu entfernen. Diese meist mit Braunkohlenkoke, sogen. Groude, geheizten Oefen zeichnen sich allerdings durch Sparsamkeit aus; rasche Hitze, wie sie z.B. zum Braten erforderlich ist, geben sie nicht.

Die übrigen patentirten Herde von S. Meyer in Bremen (*D. R. P. Nr. 266 vom 5. September 1877), C. G. Hilbert in Chemnitz (*D. R. P. Nr. 267 vom 6. September 1877), O. Elterich in Nürnberg (*D. R. P. Nr. 1098 vom 26. September 1877) und H. Liebau in Magdeburg-Sudenburg (*D. R. P. 1524 vom 15. Juli und Zusatz Nr. 2056 vom 20. December 1877) zeigen nichts besonders Bemerkenswerthes.

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