Titel: Anwendung der Wage zur Bestimmung des specifischen Gewichtes der Erde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 13 (S. 512–513)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi06_13

Anwendung der Wage zur Bestimmung des specifischen Gewichtes der Erde.

Nach dem Gravitationsgesetz müssen beim Wiegen auf einer Wage, deren eine Schale weiter vom Erdmittelpunkt entfernt ist als die andere, zwei gleiche Gewichte einen entsprechenden Unterschied zeigen. Th. v. Jolly (Annalen der Physik, 1878 Bd. 5 S. 112) hat nun in der That mittels einer Wage, deren Schalen einen Höhenunterschied von 5m,29 hatten, für 1k einen Gewichtsunterschied von 1mg,5 gefunden; nach dem Gravitationsgesetz hätte derselbe 1mg,652 betragen müssen.

Günstige äuſsere Verhältnisse würden auch erlauben, einen Versuch der Wägung der Erde auszuführen, d.h. zu bestimmen, wieviel Mal mehr materielle Punkte die Erde besitzt als ein Körper bekannter Groſse und |513| bekannter Dichtigkeit. Bei gleicher Aufstellung der Wage und bei den eben erwähnten Versuchen würde eine unter der unteren Wagschale aufgestellte, aus Bleibarren gebildete Kugel eine entsprechende Vermehrung des Zuges, also Erhöhung des Gewichtes erzeugen. Unter Zugrundelegung der für die mittlere Dichtigkeit der Erde aufgefundenen Zahl laſst sich der Halbmesser einer Bleikugel bestimmen, welche eine Gewichtszunahme eines Kilogrammstückes um 1mg bewirken könnte. Es ist dem Verfasser einige Aussicht zur Ausführung des Versuches gegeben, welcher dann rückwärts auf einem neuen Wege zur Bestimmung der mittleren Dichtigkeit der Erde benutzt werden könnte.

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