Titel: Die Verarbeitung der Hammelfüsse in Paris.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 16 (S. 513–514)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi06_16

Die Verarbeitung der Hammelfüſse in Paris.

In einer Abtheilung des neuen Schlachthauses von Villette werden, wie Th. Chateau berichtet, von der Firma Artus und Comp. die Füſse sämmtlicher |514| Hammel, welche in den drei Pariser Schlachthäusern (Villette, Grenelle und Villejuif) geschlachtet werden, das sind jährlich 6 Millionen Füſse, verarbeitet. Die Füſse werden zunächst in Wasser, das durch Dampf auf 75 bis 80° erwärmt ist, ungefähr 20 Minuten abgebrüht; es wird hierdurch erreicht, daſs sich Wolle und Hufe leicht entfernen lassen. Nachdem dies durch Handarbeit bewerkstelligt ist, werden die Füſse mit Dampf ausgekocht, einmal um das in ihnen enthaltene Fett zu gewinnen und zweitens, damit dieselben einen gewissen Grad von Gare erlangen, der für ihre weitere Verarbeitung in bestimmten Industriezweigen erwünscht ist. 400 Hammel klauen geben 1 bis 2l Fett. Daſselbe hat ein specifisches Gewicht von 0,915. So wie es gewöhnlich in den Handel kommt, erscheint es graulich opalisirend; läſst man es sich ruhig klären, setzt es der Kälte aus und filtrirt es dann mehrmals, so wird es blaſsgelb bis fast farblos. (Neue Wochenschrift für den Oel- und Fettwaarenhandel, 1878 S. 303 und 311.)

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