Titel: Ueber Ponsälion und Cyanon; von L. Thompson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 19 (S. 515)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi06_19

Ueber Ponsälion und Cyanon; von L. Thompson.

Wird ein Schwefelkohlenstoff-haltiges Leuchtgas durch eine alkalische Lösung von Cyanquecksilber geleitet, so entsteht eine weiſse Trübung, welche rasch durch Gelb, Braun und Grau in Schwarz übergeht; wird der Niederschlag, so lange er noch weiſs ist, ausgewaschen und getrocknet, so explodirt er beim Erwärmen. Es scheint ein Gemisch eines Schwefel – und eines Cyan-haltigen Körpers zu sein. Diese Cyanverbindung, die der Verfasser „Cyanon“ nennt, kann auch als Kupfersalz dargestellt werden, welches vielleicht als Ursache der beim Löthen alter Gasometer oft auftretenden Explosionen anzusehen ist.

Läſst man den durch Schütteln von Schwefelkohlenstoff mit einer Lösung von Cyanquecksilber in überschüssigem Aetzkali entstandenen, oben erwähnten schwarzen Niederschlag einen Tag stehen, so wird er scharlachroth. Die Zusammensetzung soll der Formel HgS3 CH entsprechen. Thompson nennt ihn „Ponsäilon“, nach Pons Aelii, dem alten Namen von Newcastle-on-Tyne. (Chemical News, 1878 Bd. 37 S. 95.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: