Titel: Backenfeder für mechanische Webschützen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1878, Band 230/Miszelle 2 (S. 508–509)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj230/mi230mi06_2

Backenfeder für mechanische Webschützen.

Diese Erfindung bezieht sich auf die bekannten Stahlschützen (*1872 203 4) der Sächsischen Maschinenfabrik in Chemnitz. Es befindet sich an der Vorderseite derselben eine Stahlfeder, welche die Zunge des Schützenkastens nach vorn drückt und hierdurch den Stuhl in Gang erhält. Dies erfolgt so lange, als der Schuſsfaden nicht gerissen ist. Reiſst der Schuſs, so wird die Schützenfeder durch den Druck der Zungenfeder zusammengedrückt und stellt die alsdann nicht nach auſsen gedrückte Zunge den Webstuhl ab.

Selbstverständlich haben solche Federn sehr viel zu leiden; sie sind |509| starken Stöſsen ausgesetzt und brechen deshalb oft; dies aber führt zu groſsen Beschädigungen der Kettenfäden und zur Entwerthung der betreffenden Waare. Der Patentinhaber J. Walther in Crimmitschau (* D. R. P. Nr. 2376 vom 16. October 1877) schützt nun die Schützenfeder durch zwei Stück vorgelegte, in der Mitte durch Gelenke mit einander verbundene Platten, welche mit der Feder in solcher Weise zusammengefügt sind, daſs sie ihre Function, wie sie der Gang des Webstuhles erfordert, immer noch sicher erfüllen kann.

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