Titel: Grosse Hobelmaschine mit seitlichem Werkzeug.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1879, Band 234/Miszelle 4 (S. 154–155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj234/mi234mi02_4

Groſse Hobelmaschine mit seitlichem Werkzeug.

Statt der sonst gebräuchlichen Grubenhobelmaschinen wurde von Joshua Buckton und Comp. in Leeds für J. Fowler und Comp. daselbst, nach dem Engineer, * 1879 Bd. 48 S. 150 zum Hobeln groſser schwerer Maschinen-Fundamentplatten und Bettbalken eine Hobelmaschine mit seitlichem Werkzeug gebaut, welche zum Aufspannen des Arbeitsstückes mit einer auf fünf Querträgern ruhenden, mit Schlitzen versehenen Aufspannplatte von 15m,55 Länge und 3m,65 Breite versehen ist. Auf den einseitig vorstehenden Querträgern sind der Aufspannplatte entlang fünf Ständer aufgeschraubt, welche an den der letzteren zugekehrten verticalen Seitenflächen in ziemlicher Entfernung |155| über einander zwei zur Seitenfläche der Aufspannplatte parallel laufende, mit Führungsprismen versehene Querwangen von solcher Länge tragen, daſs der beide Querwangen übergreifende Verticalschlitten für 15m,25 Hobellänge in horizontaler Richtung ausreichende Führung erhält. Der Verticalschlitten trägt an seinen verticalen Prismen, mit zu den Querwangen senkrecht stehender Anlagsebene geführt, den Werkzeugsupport und ist hinreichend lang, um letzterem für 3m,65 Hub in verticaler Richtung Führung zu geben. Der Werkzeugsupport gestattet das Einspannen des Werkzeugstahles sowohl auf horizontaler, als auf verticaler Anlagsebene am Supportobertheil, und letzterer weist in horizontaler Richtung senkrecht zur Vorderebene der Querwangen 460mm Hub auf.

Die Einleitung der Bewegung des Werkzeuges, dem auf der Aufspann-platte festgespannten Arbeitsstücke entlang, nach horizontaler oder verticaler Richtung erfolgt von einer unter der unteren Querwange gelagerten und der ganzen Länge der letzteren entlang laufenden, horizontalen, durch 4 Kipplager unterstützten, im Querschnitte viereckigen, an den Lagerstellen mit eingedrehten Lagerhälsen versehenen Welle. Durch die erforderlichen Zwischenglieder werden von letzterer zwei im Verticalschlitten gelagerte Schnecken in Umdrehung versetzt, deren Achsen zu den Führungsprismen der Querwangen parallel laufen. Diese greifen in Zahnstangen ein, wovon je eine in jeder der beiden Querwangen mit nach abwärts gerichteten Zähnen fest geschraubt ist und bewegen somit den Verticalschlitten in horizontaler Richtung den Querwangen entlang. Für die verticale Auf- und Abwärtsbewegung des Werkzeugsupportes auf dem Verticalschlitten ist in diesem eine Schraubenspindel gelagert, welche durch Stirnräder und entsprechende Zwischenglieder von der vorgenannten horizontalen Welle in Umdrehung versetzt wird. Die Ein- und Ausrückung kann für die beschriebenen Schnittbewegungen, sowie für die durchaus selbstthätigen Schaltbewegungen vom Verticalschlitten aus erfolgen, wie es bei einem Werkzeuge von solcher räumlicher Ausdehnung wohl unumgänglich nothwendig ist.

J. P.

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