Titel: Herstellung einer plastischen Masse für Puppenköpfe und ähnliche gepresste Gegenstände.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 10 (S. 83)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi01_10

Herstellung einer plastischen Masse für Puppenköpfe und ähnliche gepreſste Gegenstände.

A. L. Vangel in Wien (D. R. P. Nr. 7162 vom 8. April 1879) macht den Vorschlag, fein gemahlene Cellulose mit Wasser zu einem dicken Brei anzurühren, mit Aetznatron verkochten flüssigen Terpentin als Seife zuzusetzen, dem Gemenge dann Schwefelsäure oder gelöste schwefelsaure Thonerde zuzufügen, damit sich das Harz wieder ausscheidet und auf der Holzfaser niederschlägt. Für gewisse Zwecke, z.B. zur Herstellung von Bilderrahmen, Möbelrosetten u. dgl., kann man der so erhaltenen Masse noch etwa gleiche Theile Porzellanerde zusetzen. Das Gemisch wird dann in entsprechender Weise in Formen gepreſst, die fertigen Sachen werden mit Leinölfirniſs bestrichen, getrocknet und nochmals mit einer Auflösung von Celluloïd, welcher die nöthige Farbe zugesetzt ist, überzogen.

Zur Herstellung dieser Celluloïdlösung wird trocknes Celluloïd zerkleinert, mit Aether übergossen und nach dem Aufsaugen desselben mit absolutem Alkohol gelöst; für je 15g Celluloïd setzt man dann noch 8g Mohnöl zu.

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