Titel: Lichtmesser für Photographen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 16 (S. 84)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi01_16

Lichtmesser für Photographen.

Während Lippowitz (1845 95 139) die Lichtstärke für photographische Zwecke aus der Gröſse der Pupille des menschlichen Auges erkennen will, schlug Heeren (1845 96 26) hierfür die Verfärbung von Silberpapier, Vogel (1868 188 226) von Chrompapier vor. Jetzt empfiehlt Dr. Van Monkhoven im Photographischen Archiv, * 1879 S. 187 folgende Einrichtung. Man löst 100g salpetersaures Uran in 200cc Wasser, erwärmt und fügt so lange eine warm gesättigte Lösung von kohlensaurem Ammoniak hinzu, bis der anfangs gebildete Niederschlag wieder gelöst ist. Man läſst nun kalt stehen und sammelt die abgeschiedenen Krystalle von kohlensaurem Uranammon. Nun läſst man 50g dieses Uransalzes und 30g Oxalsäure in 200cc Wasser, filtrirt in eine Flasche von 250cc Inhalt und füllt dieselbe bis in den Hals voll. Dann setzt man einen Gummistopfen auf, in dessen Durchbohrung ein etwa 30cc langes Glasrohr so steckt, daſs es unten 1 bis 2mm aus dem Stopfen hervorragt. Der innere Durchmesser des Rohres ist für den Gebrauch im photographischen Atelier 1mm, für Kohledruck 4mm. Setzt man diese Vorrichtung dem Lichte aus, so wird das Oxalsäure Uran unter Entwicklung von Kohlensäure zersetzt, welche die Flüssigkeit in dem Glasrohr auftreibt, so daſs man schon nach 1 bis 2 Minuten aus dem Stande derselben, den man an einer beweglichen Papierscale abliest, die Lichtstärke schätzen kann. Nach dem Gebrauch wird der Stopfen gelöst und die Flasche im Dunkeln aufbewahrt; die Vorrichtung kann dann lange Zeit hindurch gebraucht werden.

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