Titel: Technische Eigenschaften des Teak- oder Djatiholzes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 8 (S. 82)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi01_8

Technische Eigenschaften des Teak- oder Djatiholzes.

Forstrath Dr. Nördlinger in Hohenheim hat das Teakholz (vgl. 1879 233 416) bezüglich seines specifischen Gewichtes und seiner absoluten Festigkeit untersucht und die Resultate im Civilingenieur, 1879 Bd. 25 S. 473 ausführlich mitgetheilt. Denselben ist zu entnehmen, daſs das specifische Trockengewicht dieses Holzes zwischen 0,561 und 0,805 schwankt; das Mittel hieraus, 0,68, stellt das Teakholz in die Klasse der ziemlich leichten Hölzer neben Nuſsbaum und Vogelbeer, also nahmhaft tiefer als Eichenholz, mit welchem es in Bezug auf seine Verwendbarkeit wetteifert. Die an einer gröſseren Zahl von quadratischen Säulchen (18mm im Geviert, 100mm lang) beobachtete Druckfestigkeit wechselt von 4,47 bis 7k,16 auf 1qmm (= 7,16k/qmm), beträgt also im Mittel 5k,81, welche Ziffer sich als Durchschnittszahl einer gröſseren Versuchsreihe auf 5k,87 ändert. Die Zugfestigkeit konnte nur an zwei Stäbchen beobachtet werden, von denen nur eines tadellos und zwar von gelber Farbe, mit glänzendem, fast kalkfreiem Poreninnern war. Dasselbe riſs bei einer Anspannung von 13,16k/qmm. Die ziemlich ausführlichen Druckproben weisen das Steigen der Festigkeit bei wachsendem specifischem Trockengewicht, sowie die Richtigkeit des neueren Satzes nach, daſs die Breite der Holzringe allein durchaus keinen geeigneten Maſsstab für die Güte des Holzes bildet. Nach den beobachteten Quellen des Holzes und unter der Voraussetzung, daſs das Schwinden diesem gleich sei, reiht Nördlinger das Teakholz in die wenig schwindenden Holzarten ein. Die Spaltbarkeit entspricht etwa derjenigen der Erle, ist also ziemlich groſs, was einerseits einen Vortheil für die Aufarbeitung bietet, andererseits aber eine Verminderung der Tragkraft zur Folge hat.

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