Titel: Verfahren zur Verzinnung metallener Gefässe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 9 (S. 82–83)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi01_9

Verfahren zur Verzinnung metallener Gefäſse.

Von Albert Krauſs in Berlin (* D. R. P. Nr. 6938 vom 30. März 1879) wurde ein Verfahren zur Verzinnung metallener Gefäſse patentirt, das die bisherige |83| Methode, die Gefäſse mittels eines Löthkolbens stellenweise in dicken Lagen mit Zinn zu belegen und dann die Ungleichheit der Schicht erst auf einer Drehbank zu beseitigen, ersetzt. Nach dem neuen Verfahren wird solche müheselige und kostspielige Arbeit umgangen. Die Zinnschicht zeigt hierbei sofort an allen Stellen eine gleiche Stärke. Um dies zu erreichen, versieht Krauſs den zu verzinnenden kupfernen Kessel mit einem Loche im Boden und verzinnt ihn auf gewöhnliche Weise, legt ihn sodann auf einen vor dem genannten Verzinnen in die Hohlform gepreſsten und nach dem Trocknen der Dicke der Zinnschicht entsprechend abgearbeiteten und nun bis zur Schmelzhitze des Zinns erhitzten Lehmkern derart, daſs das Loch oben zu liegen kommt. Hierauf gieſst er durch letzteres das geschmolzene Zinn ein. Das genannte Loch im Boden des Kessels wird schlieſslich durch eine verzinnte Platte bedeckt, welche mit der verzinnten Fläche auf das vorstehende geschmolzene Zinn aufgelegt und aufgenietet oder aufgeschraubt wird.

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