Titel: Ueber die Grösse der Molecüle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 18 (S. 167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi02_18

Ueber die Gröſse der Molecüle.

Zur Verwandlung einer Wassermasse von 0° in Dampf von 100° ist bekanntlich eine Energiemenge nöthig, die 636c,7 äquivalent ist. C. Hodges (Chemisches Centralblatt, 1879 S. 673) betrachtet diese Umwandlung in Dampf als ein Zerbrechen des Wassers in eine groſse Anzahl kleiner Theilchen, deren Gesammtoberfläche viel gröſser sein wird, als die des ursprünglichen Wassers. Um die Oberfläche einer Wassermenge um 1qc zu vermehren, braucht man 0,000825 Metergramm Arbeit. Die gesammte Oberfläche aller Theilchen, wenn man sie sphärisch annimmt, wird 4πr2 sein, wenn N die Anzahl der Theilchen ausdrückt. Die geleistete Arbeit beim Zertheilen des Wassers wird daher 4πr2 N × 0,000825 sein. Für das Volumen aller Theile haben wir 4/3 πr2 N. Dieses Volumen ist in Uebereinstimmung mit den Erfordernissen der kinetischen Gastheorie etwa 1/3000 des ganzen Volumen des Dampfes. Das Volumen des Dampfes ist 1752 mal die ursprüngliche Volumeinheit des Wassers; somit ist 4/3 πr3 N × 3000 = 1752 und 4πr2 N × 0,000825 = 636,7423 (eine Wärmeeinheit = 423 Arbeitseinheiten). Löst man diese Gleichungen für r und N, so erhalten wir r = 0cm,000000005, eine Gröſse, die ziemlich nahe kommt den früheren Resultaten von W. Thomson, Maxwell u.a.; ferner ist N gleich 9000 (Million)3, oder für die Zahl in einem Cubikcentimeter 5 bis 6 (Million)3.

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