Titel: Pilzbildung auf Strohstoff.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 19 (S. 167–168)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi02_19

Pilzbildung auf Strohstoff.

Ein Strohstofffabrikant schreibt der Papierzeitung (1879 S. 710), daſs ein Hauptübelstand beim Strohstoff die Pilzbildungen sind, welche sich namentlich im Sommer zeigen und manchen Papierfabrikanten vom Bezüge von Strohstoff abhalten, weil die zur Beseitung der Pilze nöthige Wäsche und Nachbleiche den Stoff zu theuer machen. Gröſsere Fabriken lösen den Stoff bei Ankunft sofort auf, lassen ihn in Kästen und bewahren ihn unter schwachem Chlorwasser auf; wo dies nicht geschieht, kann im Sommer an eine Verwendung von Strohstoff nicht gedacht werden.

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Zur Vermeidung dieses Uebelstandes wurde der Stoff möglichst rein ausgewaschen und mit starkem Chlorüberschuſs geliefert; er wurde mit Salicylsäure, mit Alaun, mit schwefelsaurer Thonerde, Methyl, Kochsalz behandelt, die Wirkung war aber durchgängig eine ganz unwesentliche, oder der Uebelstand wurde durch ungünstige Einwirkung auf die Bleiche, Eisenspuren u. dgl. noch erhöht. Ein mit starkem Chlorüberschuſs gelieferter Strohstoff in Pappenform kam nach 6 Tagen am Bestimmungsort fast völlig schwarz an. – Es wird daher wohl nöthig sein, den Strohstoff vor der Versendung völlig zu trocknen.

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