Titel: Das Wasser in der Zuckerfabrikation.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 17 (S. 247)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi03_17

Das Wasser in der Zuckerfabrikation.

Bekanntlich krystallisirt Salpeter sehr leicht mit Zucker zusammen aus seinen Lösungen; auch von Alkalisulfaten ist dies bereits beobachtet. A. Wachtel (Organ des Vereines für Rübenzuckerindustrie, 1879 S. 926) erinnert daran, daſs bei Anwendung eines Gyps haltigen Wassers durch Umsetzungen Alkalisulfate gebildet werden können, die mit dem Zucker zusammen im Vacuum auskrystallisiren und dadurch die Polarisation des erhaltenen Zuckers erheblich herunterdrücken. Eine Raffinade aus einer österreichischen Zuckerfabrik hatte bei völlig normalem Aussehen einen eigenthümlich unangenehmen Geschmack. Die Spitze des Brodes enthielt bei 96,3 Proc. Polarisation 0,04 Proc. Wasser, 1,52 Proc. schwefelsaures Natrium und 2,2 Proc. schwefelsaures Kalium. Andere Zuckerproben gaben sogar über 4 Proc. Alkalisulfate. Es stellte sich heraus, daſs die Fabrik stark Gyps haltiges Wasser verwendete.

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