Titel: Herstellung von Jod- und Bromwasserstoffsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 21 (S. 248)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi03_21

Herstellung von Jod- und Bromwasserstoffsäure.

Zu diesem Zweck schlägt G. Bruylants in den Berichten der deutschen chemischen Gesellschaft, 1879 S. 2059 folgendes Verfahren vor. In eine mit Rückfluſskühler verbundene Halbliterretorte bringt man 60g des bei der Destillation von Copaivabalsam erhaltenen ätherischen Oeles. Man erwärmt das Oel ein wenig, löst dann nach und nach 20g Jod auf und läſst die Temperatur steigen. Nach einigen Augenblicken beginnt eine reichliche und regelmäſsige Gasentwicklung, wenn sie abnimmt, läſst man die Retorte ein wenig erkalten und führt eine neue Menge Jod ein. Da die Reaction jetzt nicht mehr so lebhaft wie bei dem ersten Zusatz ist, so kann man eine gröſsere Portion eintragen. Man erhitzt wiederum und fährt mit der Operation fort, bis man 150g Jod zugesetzt hat. Bei mehrfach wiederholten Versuchen lieferten 150g Jod 145 bis 150g Jodwasserstoffsäure. Der gröſste Theil des Oeles wird hierbei fest, ein kleiner Theil gibt Cynol.

Zur Herstellung von Bromwasserstoffsäure verfährt man ebenso, läſst aber das Brom aus einem Tropftrichter langsam einflieſsen und das entwickelte Gas durch zwei oder drei Trockenthürme gehen.

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