Titel: Verfahren, Stoffe mit verdichteter, warmer Luft zu trocknen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 5 (S. 241–242)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi03_5

Verfahren, Stoffe mit verdichteter, warmer Luft zu trocknen.

A. Delharpe in Tarrare (* D. R. P. Nr. 7525 vom 25. März 1879) nennt seine Methode „Schnell-Trockenverfahren“ und dürfte mit dieser Bezeichnung recht haben. Es wird namentlich für Gewebe empfohlen und besteht in dem Blasen stark erhitzter Luft, welche aus zahlreichen Oeffnungen des Luftleitungsrohres gegen die Flächen des Gewebes strömt, so daſs die Luft das Gewebe durchdringt und Gelegenheit zu vielseitiger Berührung mit dem im Gewebe befindlichen Wasser findet. Darf man annehmen, daſs die Menge des verdunsteten Wassers unter sonst gleichen Umständen in geradem Verhältniſs zu der Berührungsfläche zwischen Wasser und Luft steht, so folgt hieraus ohne weiteres die Vortheilhaftigkeit des Verfahrens, nicht allein die |242| Auſsenflächen, sondern auch die zahlreichen und durch ihre Zahl erheblichen Flächen im Innern der Gewebe mit der Luft in Berührung zu bringen. Thatsächlich geschieht dies schon jetzt in vielen unserer Trockenmaschinen; Delharpe erweitert lediglich die Wirkungsweise, indem derselbe die Luft mit groſser Entschiedenheit gegen die Flächen treibt. Höchst mangelhaft finden wir das Verfahren in seiner vorliegenden Form in so weit, als der Wasserdunst in den Arbeitsraum tritt, folglich – will man in demselben nicht eine sehr hohe Temperatur herrschen lassen – das Wasser sich an den Wänden und Fenstern niederschlägt. Eine sorgfältige Abführung der zum Trocknen verwendeten Luft dürfte deshalb als nothwendige Ergänzung des Verfahrens bezeichnet werden müssen.

H. F.

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