Titel: Scheidung der Schwermetalle der Schwefelammoniumgruppe.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 23 (S. 327–328)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi04_23

Scheidung der Schwermetalle der Schwefelammoniumgruppe.

Um Zink von den übrigen Metallen der Schwefelammoniumgruppe durch Rhodanammonium zu trennen, versetzt man nach Cl. Zimmermann (Liebig's Annalen, 1879 Bd. 199 S. 1) die betreffende Lösung mit Natriumcarbonat bis zur völligen Neutralisation, fügt einen Ueberschuſs einer Rhodanammoniumlösung hinzu, erwärmt auf 60 bis 70° und leitet Schwefelwasserstoff ein. Man läſst das Gefäſs bei mäſsiger Warme stehen, bis sich das gebildete Schwefelzink zu Boden gesetzt hat und die überstehende Flüssigkeit, welche die übrigen Metalle gelöst enthält, ganz klar geworden ist. Der Niederschlag wird nun abfiltrirt, mit Wasser, welches Schwefelwasserstoff und Rhodanammonium enthält, ausgewaschen, dann getrocknet. Das so erhaltene Schwefelzink wird entweder im Wasserstoffstrome geglüht oder in Salzsäure gelöst, zur |328| Trockne verdampft, mit reinem geschlämmtem Quecksilberoxyd versetzt, wieder verdampft, geglüht und das zurückbleibende Zinkoxyd gewogen. Das Filtrat von Schwefelzink wird unter Erwärmen nach und nach mit Salpetersäure versetzt, bis die Rhodanverbindungen zerstört, Eisen und Uran oxydirt sind, worauf die Metalle in bekannter Weise getrennt werden können.

Um Eisen von Nickel und Kobalt zu trennen, versetzt man die Lösung mit überschüssigem Rhodanammonium, dann vorsichtig mit Natriumcarbonat, bis die rothe Farbe des Eisenrhodanids verschwindet. Eisen wird völlig als Hydrat gefällt, Nickel und Kobalt bleiben gelöst.

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