Titel: Verfahren zum Verschmelzen armer Kupfererze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 24 (S. 328)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi04_24

Verfahren zum Verschmelzen armer Kupfererze.

Die beim Mansfeld'schen Kupferhüttenproceſs gefallenen Schlacken enthalten noch im Durchschnitt ⅓ Proc. Kupfer, 1 Proc. Zink und etwas Silber. Da nun i. J. 1878 bei den Mansfeld'schen Hütten etwa 266 000t Rohschlacke auf die Halde gestürzt wurden, so gingen damit etwa 850t Kupfer, 3t,5 Silber und 2660t Zink verloren.

Um nun wenigstens einen Theil dieser Metalle nutzbar zu machen, muſs man nach A. Gurlt in Bonn (D. R. P. Nr. 8301 vom 2. April 1879) der Beschickung beim Rohschmelzen armer Kupfererze einen Zuschlag geben, welcher die Schlacke dünnflüssiger macht und die oxydirten Metalle reducirt. Dieser Zweck wird namentlich durch Schwefelalkalien erreicht, welche die verschlackten Metalloxyde zu Schwefelmetallen reducirt, während sich die Alkalien mit der Kieselsäure der Schlacke verbinden. Dasselbe wird durch einen Zuschlag von Kieserit mit Kochsalz und Kohle erreicht, weil beim Erhitzen Chlormagnesium und Natriumsulfat entstehen, von denen das letztere zu Schwefelnatrium reducirt wird.

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