Titel: Maschine zum Herstellen von Schwemmsteinen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 5 (S. 321–322)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi04_5

Maschine zum Herstellen von Schwemmsteinen.

Diese von Jacob Reif und Anton Schmidt in Urmitz bei Coblez (* D. R. P. Nr. 7849 vom 28. März 1879) patentirte Maschine hat nachstehende Einrichtung.

In einer Ecke eines Kastens, in welchem das entsprechende Gemenge von Bimssteinsand und Kalk vorräthig gehalten wird, befindet sich die Presse. Sie besteht zunächst aus einer unten und oben offenen Stahlform, welche an dem Kasten, bezieh. an dem Gestelle desselben, so befestigt ist, daſs sie einem auf ihre Ränder von unten wirkenden Drucke etwas nachgeben kann. Zu dem Ende wird die Form durch Federn nach unten gegen die Köpfe der sie tragenden Bolzen gedrückt.

Der Boden der Form besteht jedesmal aus dem hölzernen Ziegelbrett, auf welchem der geformte Stein fortgetragen werden soll. Dieses Brett wird |322| auf die wagrechte Platte einer senkrechten Stange gelegt und durch einen geeigneten Fuſstritt gegen den unteren Rand der Form gedrückt. Sobald dies geschehen, fällt eine Klinke vor die erwähnte Stange und hält das nunmehr den Boden der Form bildende Brett in seiner Lage fest. Man wirft nun mittels einer Schaufel, welche genau die Hälfte des zu einem Stein erforderlichen Mörtels enthält, die genannte Menge desselben in die Form und drückt mittels eines Handhebels einen senkrecht geführten Stempel wiederholt in die Form, so daſs der Mörtel nicht allein sich fest an die Formwandungen legt, sondern auch möglichst verdichtet wird. Hierauf wird die zweite Hälfte des zu einem Stein erforderlichen Mörtels eingeworfen und der Stempel wie vorhin gebraucht.

Der Stein ist damit fertig geformt; es erübrigt noch, denselben aus der Form zu nehmen. Dies geschieht, indem man die erwähnte Klinke (mit Hilfe eines Fuſstrittes) auslöst und mittels des Handhebels den Stempel so entschieden niederdrückt, daſs der Stein nach unten aus der Form tritt. Derselbe ruht mit seinem Brett auf der vorhin genannten Platte der unteren Stange, kann dort von einem Hilfsarbeiter hinweggenommen und an seine Stelle ein leeres Brett gelegt werden, worauf das Spiel von Neuem beginnt.

Das Gestell des Kastens und der Maschine ist leicht aus Eisen gefertigt und ruht auf vier Rädern, so daſs es bequem nach dem Orte gefahren werden kann, an welchem die Steine zum Trocknen aufgestellt werden sollen.

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