Titel: Zur Bestimmung des Glycerins im Biere.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 19 (S. 408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi05_19

Zur Bestimmung des Glycerins im Biere.

Für dunkle Biere gibt V. Grieſsmayer im Bierbrauer, 1880 S. 61 folgendes abgeändertes Verfahren zur Bestimmung des Glycerins an (vgl. 1878 228 52): 100cc Bier werden mit 5g Magnesiahydrat im Wasserbade vorsichtig bei etwa 75° abgedampft. Bevor der Rückstand völlig trocken ist, wird er mit 50cc absolutem Alkohol verrieben, dieser abfiltrirt und der Rückstand nochmals mit 50cc Alkohol ausgewaschen. Das Filtrat wird mit dem 3,5fachen Volumen absoluten Aether versetzt, so daſs sich Maltose und Parapepton ausscheiden; dann läſst man das Filtrat etwa 12 Stunden zur Verdunstung des Aethers stehen. Die zurückbleibende alkoholische Lösung bringt man in eine gewogene Glasschale, verdunstet auf dem Wasserbade zum Syrup und läſst dann im luftverdünnten Räume 12 bis 24 Stunden trocknen. Der Rückstand wird mit etwa 20cc absolutem Alkohol ausgezogen, die vom abgeschiedenen Cholestearin, Malzfett u. dgl. abfiltrirte Lösung nebst den zum Nachwaschen verwendeten 10cc absoluten Alkohol auf dem Wasserbade eingedampft, unter der Luftpumpe getrocknet und als Glycerin gewogen.

Für helle, an Parapepton arme Biere nimmt man die mit Magnesiahydrat eingedickte Masse mit absolutem Alkohol auf, filtrirt, dampft das Filtrat zum Syrup ein, trocknet unter der Luftpumpe, setzt nun eine Mischung von 1 Th. absoluten Alkohol und 1 Th. Aether zu, rührt heftig mit dem Glasstabe um, filtrirt durch ein ganz kleines Filter, wäscht mit der gleichen Mischung nach, dampft sorgsam ein und beendet den Proceſs unter der Luftpumpe.

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