Titel: Vergiftung mit schwedischen Zündhölzern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 19 (S. 471)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi06_19

Vergiftung mit schwedischen Zündhölzern.

Ein wesentlicher Umstand, welcher der Verbreitung der so genannten schwedischen oder Sicherheits-Zündhölzer das Wort redet, ist die Möglichkeit, dadurch die Zahl der Phosphorvergiftungen einzuschränken, da zur Reibfläche amorpher Phosphor verwendet wird. Nichts desto weniger kann die eigentliche Zündmasse, wie Th. Husemann im Archiv der Pharmacie, 1879 Bd. 12 S. 518 hervorhebt, Vergiftungen herbeiführen, da sie doppeltchromsaures Kali, etwas Phosphor und Arsen enthält. Auch die Streichfläche der Jönköpinger Zündhölzchen enthält Arsen und Antimon. Dieser Arsengehalt rührt theils vom Schwefelantimon, gröſsten theils aber vom amorphen Phosphor her. Der zur Herstellung der Streichflächen verwendete amorphe Phosphor enthielt 1,80 Proc. gewöhnlichen Phosphor und im Mittel 0,9 Proc. Arsenik. Bei starkem Verbrauch ist somit die Möglichkeit einer chronischen Arsenvergiftung keineswegs ausgeschlossen und sollte daher ein an Arsen freier Phosphor verwendet werden.

Sotnitschewsky zeigt in der Zeitschrift für physiologische Chemie, 1879 S. 391, daſs bei Phosphorvergiftungen noch während des Lebens Leucin und Tyrosin in der Leber gebildet werden.

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