Titel: Walzwerk mit selbsttätiger Rückführung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 235/Miszelle 2 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj235/mi235mi06_2

Walzwerk mit selbsttätiger Rückführung.

Um das bei älteren Werken übliche zeitraubende Ueberheben des Walzstückes über die obere Walze zu vermeiden, ist man dazu übergegangen, 3 Walzen über einander an Stelle der bisherigen Walzenpaare zu verwenden. Nach O. Helmholtz in Bochum (* D. R. P. Nr. 7134 vom 23. Januar 1879) soll nun aber auch bei den alten Walzwerken das lästige Ueberheben vermieden werden. Hierzu benutzt er das in Folge der Ungleichheit der Walzendurchmesser bedingte Bestreben des Walzstückes, sich um die kleinere Walze aufzuwickeln. Im vorliegenden Falle macht man im Gegensatze zum bisherigen Gebrauch die Oberwalze kleiner und verstärkt das Bestreben zum Aufwickeln durch gröſsere Differenz der Walzendurchmesser, sowie durch Verringerung der sogen. Bereitung. Die Eisenstäbe, „Hunde“ genannt, welche mit einer Schärfe das Walzstück dicht unter der Unterwalze abstreifen, werden bei dem vorliegenden Walzverfahren auf die andere Seite der Walze nach oben verlegt. Um nun das um die Oberwalze sich wickelnde Walzstück wieder gerade zu biegen, wird eine kleine Walze oder Rolle angewendet, die sich unmittelbar über der oberen Walze befindet und im Verein mit dem „Hund“ das Walzstück auf die Vorderseite zu den Arbeitern zurückführt. Diese Methode läſst sich aber ebenso für die Unterwalze einrichten; in manchen Fällen kann die kleine Führungswalze auch fehlen.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Orte
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: