Titel: Hutchinson's Walzwerk.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236 (S. 201–202)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/ar236079

Hutchinson's Walzwerk mit losen Ringen.

Mit Abbildungen auf Tafel 19.

Zur Anfertigung von Blechen, Platten und Stangen (Flach-, Band-, Quadrateisen u. dgl.) verwendet Edw. Hutchinson in Darlington, England (* D. R. P. Kl. 18 Nr. 8895 vom 12. September 1879) ein vereinfachtes und verbessertes Universalwalzwerk (Fig. 1 und 2 Taf. 19), bei dem die stehenden Walzen weggelassen und durch je einen Ring ersetzt werden, welche links und rechts nahe dem Rande auf den Ballen der Ober- bezieh. der Unterwalze aufgeschoben sind und in eine Nuth der anderen Walze eingreifen.

Die Oberwalze ist nun in ihren Lagern der Länge nach verschiebbar, wozu die Laufzapfen entsprechend verlängert sind, und es erfolgt diese Verschiebung mittels einer kräftigen Schraube, deren Mutter durch Schienen mit dem Drucklager der Walze in Verbindung steht, so daſs der ganze Mechanismus bei der Verstellung der Oberwalze folgen kann. Durch die Verschiebung wird von der Nuth der Oberwalze der Bund der Unterwalze mitgenommen, während durch die Nuth der festliegenden Unterwalze der Bund der Oberwalze um das gleiche Stück in entgegen |202| gesetzter Richtung verschoben wird. Hierdurch ist die Breite des Kalibers in den gewünschten Grenzen veränderlich zu machen. Nuthen und Bunde sind so zu bemessen, daſs sie auch bei der weitesten Stellung der Walzen nicht auſser Eingriff kommen.

Dieses Walzwerk wurde gelegentlich eines im Januar d. J. vor der Institution of Mechanical Engineers abgehaltenen Vertrages sehr beifällig aufgenommen. Namentlich soll es zum Auswalzen von Stahlplatten sehr wichtig sein, weil hiernach das Abschneiden der rauhen Kanten der gewalzten Platte überflüssig wird. (Vgl. Engineer, 1880 Bd. 49 S. 78. Engineering, 1880 Bd. 29 S. 97. Iron, 1880 Bd. 15 S. 131.)

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