Titel: Muencke's Dampfinjector-Trockenapparat.
Autor: Muencke, Robert
Fundstelle: 1880, Band 236 (S. 223–224)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/ar236099

Dampfinjector-Trockenapparat mit continuirlichem warmem Luftstrom; von Robert Muencke.

Mit Abbildungen.

Die Construction dieses Trockenapparates bezweckt gleichzeitig die Erwärmung von zwei cylindrischen Trockenräumen und eines um diese Cylinder spiralförmig gewundenen Röhrensystemes und die Erzeugung eines continuirlichen warmen Luftstromes in dem Röhrensystem und den Trockenräumen.

Der kastenförmige Dampfentwickler a umschlieſst zwei cylindrische gleich groſse Trockenräume b, um welche gemeinschaftlich ein Bleirohr c |224| gewunden ist. Dieses Rohr, welches den Umlauf der in ihm erwärmten Luft durch die Trockenräume vermittelt, endigt einerseits am Boden der Vorderplatte des Dampfentwicklers mit Hahn und Schlauchstück d, andererseits am oberen Rande e des ersten Trockencylinders, der am Boden durch ein Rohr f mit dem zweiten verbunden ist; vom oberen Rande des zweiten Cylinders führt ein Rohr g in den Kasten h eines an der Seitenwand des Apparates angebrachten Injectors, dessen Saugrohr i mit dem Dampfraum des Apparates in Verbindung steht. Auf der Oberplatte des Dampfentwicklers befindet sich eine Verschraubung für das Thermometer und eine Vorrichtung mit Hahn zum Nachfüllen von Wasser. Beide Cylinder sind durch aufgeschliffene Deckel luftdicht verschlossen und mit Einsätzen m versehen, die in verschiedener Entfernung siebartige Einlagen n für die zu trocknenden Substanzen aufnehmen können. Ein Wasserstandsrohr mit Ablaſshahn vorvollständigt den Apparat, der von einem eisernen Gestell getragen wird.

Textabbildung Bd. 236, S. 224

Ist das Wasser im Apparat so weit erwärmt, daſs es sich in Dampf verwandelt, so muſs der gebildete Dampf, um aus dem Apparat entweichen zu können, den Injector in Thätigkeit setzen. Es wird daher bei geöffnetem Hahn d Luft in das Röhrensystem gesaugt, diese in demselben erwärmt, durch den ersten Cylinder über die zu trocknenden Substanzen von oben nach unten, im zweiten Cylinder von unten nach oben geleitet und die so mit Wasserdämpfen beladene Luft durch die saugende Kraft des Injectors entfernt, so lange Dampf sich entwickelt. Der Apparat, welcher den Leistungen entsprechend nur geringe Dimensionen besitzt, gestattet daher, eine gröſsere Anzahl Niederschläge gleichzeitig durch einen continuirlich wirkenden warmen Luftstrom in möglichst kurzer Zeit bei Siedetemperatur des Wassers zu trocknen.1)

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Der Apparat wird in den Werkstätten des Technischen Institutes von Dr. Rob. Muencke, Berlin N. W. Luisenstraſse 58, gefertigt.

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