Titel: Ph. Mayer's Fangvorrichtung für Aufzüge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236 (S. 363–364)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/ar236147

Ph. Mayer's Fangvorrichtung für Aufzüge.

Mit Abbildungen auf Tafel 32.

Fangvorrichtungen, welche nach eingetretenem Seilbruch durch Federn oder Gewichte bethätigt werden, sind meist unzuverlässig, da die Wirkung oft erst dann eintritt, wenn das fallende Fördergestelle schon eine zu groſse Geschwindigkeit erlangt hat. Zur Erhöhung der Zuverlässigkeit werden deshalb die neueren Vorrichtungen dieser Art nur in losem Zusammenhang mit dem Fördergestelle angewendet und zwar derart, daſs das nach einem Seilbruch rascher als die Fangvorrichtung fallende Fördergestelle diese einholt und in Folge dessen in seinen Führungen festgeklemmt wird. Dieser Wirkungsweise entspricht |364| auch die Einrichtung der in Fig. 1 und 2 Taf. 32 abgebildeten Fangvorrichtung von Ph. Mayer in Wien (* D. R. P. Kl. 35 Nr. 5700 vom 3. December 1878).

An jeder Seite der Förderschale F ist ein Keilstück A und an dieses ein Gestelle C mit den Seilrollen B und der Reibungsrolle H zwischen den Achsen der letzteren angehängt. Um die beiden Rollen B ist ein oben und unten im Schacht befestigtes, gespanntes Seil S geschlungen. Bei der gewöhnlichen Fördergeschwindigkeit sinkt die aus dem Keil und dem Rollengestell bestehende Fangvorrichtung ebenso schnell wie die Förderschale. Nach einem Seilbruch wird jedoch die Geschwindigkeit der letzteren mit dem angehängten Keilstück A bald diejenige des Rollengestelles übersteigen, da letzteres beim Fallen den Widerstand beim Aufwickeln und Abwickeln des Seiles S auf bezieh. von den Rollen B zu überwinden hat. Der die obere Rolle zum Theil umgreifende Keil A wird deshalb mit seinen Abschrägungen bei e zunächst jene festklemmen und dadurch das Rollengestell und sich selbst zur Ruhe bringen, worauf der nachsinkende Förderkorb mit dem abgeschrägten Fangklotz G auf den Keil rennen und diesen um so kräftiger gegen die Spurlatten L drücken muſs, je gröſser die schon erreichte Fallgeschwindigkeit ist. Die an der äuſseren Keilfläche angebrachten Klauen schlagen sich dabei in die Zimmerung ein, an welcher nun die Fangvorrichtung und mit ihr das Fördergestell festgehalten wird.

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