Titel: Versuche an Grubenpumpen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 3 (S. 171)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi02_3

Versuche an Grubenpumpen.

Im Aachener Bezirksverein berichtete Ingenieur Jos. Savelsberg über Pumpendiagramme (Wochenschrift des Vereines deutscher Ingenieure, 1880 S. 110). Die ersten Indicatorversuche an Pumpen wurden i. J. 1869 von Oberingenieur J. Kraft, Ende 1869 von Bochkoltz und Radinger aufgenommen. Generaldirector E. Landsberg bemerkte hierzu, daſs die Untersuchungen der bei der Actiengesellschaft für Bergbau zu Stolberg vorgekommenen Brüche die Ueberzeugung gegeben hätten, daſs dieselben nur den Stöſsen der Pumpen zuzuschreiben seien. Dabei habe man sich sagen müssen, wie seltsam es doch sei, daſs man bei den groſsen Pumpen der Grubenmaschinen (mit Ausnahme der unterirdischen Pumpen) nicht die bei kleinen Pumpen doch so verbreitete Vorsicht anwende, nämlich die, einen Windkessel anzubringen. Man sei zu der Ueberzeugung gekommen, daſs der Windkessel nothwendig sei, daſs man ferner so viel als möglich dafür sorgen müsse, die Wasserbewegung im Steigrohre ununterbrochen zu erhalten, was man am besten durch Pumpen erreiche, welche sowohl beim Aufwärts; als beim Abwärtsgehen des Gestänges Wasser liefern, und da, wo zwei Pumpen neben einander stehen, durch die Anbringung eines gemeinsamen Steigrohres; bei letzterer Anordnung habe man den Vortheil, wenn schon zwei Steigrohre vorhanden sind, das eine ganz oder theilweise als Windkessel benutzen zu können. Es sei dabei allerdings schwer, die Luft im Windkessel zu erhalten; die Schwierigkeit sei aber jetzt bei den Pumpen der „Stolberger Gesellschaft“ überwunden.

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