Titel: Apparat zum Aufnehmen von Querprofilen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 5 (S. 171–172)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi02_5

Apparat zum Aufnehmen von Querprofilen.

Eine aus 2m langen Gliedern, die sich in Gelenken nach Art der gewöhnlich gebräuchlichen zusammenlegbaren Maſsstäbe bewegen, bestehende Latte von einer der Länge entsprechenden Stärke, ist bestimmt, beim Gebrauche in dem aufzunehmenden Querprofile sich dem Terrain möglichst anzuschmiegen. Sie wird daselbst einen in einer Verticalebene befindlichen gebrochenen Linienzug bilden, und es handelt sich nur darum, für jedes Glied der Latte dessen horizontale, sowie verticale Projection zu bestimmen, um den Linienzug mittels Coordinaten (Coordinatendifferenzen zunächst) bestimmt zu erhalten. Die Ermittlung des horizontalen und verticalen Abstandes der Enden eines jeden Gliedes bewirkt Wilh. Koch in Neunkirchen (* D. R. P. Nr. 4349 vom 9. August 1878) mittels eines von ihm „Libellenmaſsstab“ genannten Instrumentes, welches aus einem Viertelkreisbogen besteht, der zwei Theilkreise trägt. Die Theilung des äuſsern Kreises ist so ausgeführt, daſs der verticale Radius in 200 Theile (so viel, als ein Glied Centimeter lang ist) getheilt wurde und diese auf die Peripherie projicirt wurden, somit zur directen Ablesung des Höhenunterschiedes dient. Der zweite Kreis ist in ähnlicher Weise mit Benutzung des horizontalen Radius getheilt zu denken und erlaubt die directe Ablesung der horizontalen Entfernung der Endpunkte eines jeden Gliedes und zwar in Centimeter. Das Ablesen selbst erfolgt an einer in der verticalen Ebene drehbaren Alhidate, welche eine Libelle und für jeden Theilkreis einen Index trägt. Auf jedes Glied der an das Terrain gelegten Latte |172| wird der Libellenmaſsstab aufgesetzt, die Libelle zum Einspielen gebracht und an beiden Kreisen die Ablesungen gemacht. Dieser Apparat zur Aufnahme von Querprofilen hat manche Vorzüge vor anderen, welche denselben Zweck verfolgen.

R.

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