Titel: Verfahren zur Entfernung pectinartiger Stoffe aus anorganischen Salzlösungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 21 (S. 263–264)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi03_21

Verfahren zur Entfernung pectinartiger Stoffe aus anorganischen Salzlösungen.

Den Salzlösungen – namentlich Soda- und Potaschelösungen, welche in der Bleicherei und Färberei abfallen, – setzt man nach A. Rümpler in Hecklingen, |264| Anhalt (D. R. P. Kl. 75 Nr. 9075 vom 15. Juni 1879) Magnesia, Magnesiumcarbonat oder Magnesiahydrat zu und erhitzt zum Kochen. Schon bei 60 bis 70° beginnt ein Niederschlag sich zu bilden, der aus den Pectinstoffen und Magnesia besteht. Den Niederschlag löst man in Salzsäure, filtrirt von den ungelöst gebliebenen Pectinstoffen und fällt aus der Lösung mit Kalk die Magnesia, zunächst nur einen geringen Theil, der noch etwas organische Substanz enthält, dann die ganze Menge. Die zuerst gefällte, organische Stoffe enthaltende Magnesia dient als Dünger, die reinere dient wiederum dem Reinigungsverfahren. Man kann auch den Schlamm einfach im Flammofen glühen, um eine allerdings durch Kohle und Salze verunreinigte Magnesia zu erhalten, die vor ihrer Verwendung gewaschen werden muſs.

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