Titel: Deprez's Elektromotor.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 8 (S. 260)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi03_8

Deprez's Elektromotor.

Um in einer elektro-magnetischen, bezieh. magneto-elektrischen Maschine nicht blos die Polenden der Hufeisenmagnete wirken zu lassen, legt Marcel Deprez in seinem im Bulletin du Musée de l'Industrie de Belgique, 1879 Bd. 76 S. 297 ff. ausführlicher beschriebenen und abgebildeten Elektromotor eine Siemens'sche Inductionsspule der Länge nach zwischen die Schenkel der Hufeisen, so daſs die Inductorachse diesen Schenkeln parallel läuft. Soll der Motor als elektro-magnetische Maschine benutzt werden, so gibt ihm Deprez einen höchst einfachen Centrifugalregulator; derselbe besteht blos aus einer kupfernen Feder, welche mit dem einen Ende auf dem Inductor festgeschraubt und mit dem einen Ende der Bewicklung leitend verbunden ist, während sie mit einer Stellschraube am freien Ende auf einem kleinen, auf die Commutatorachse aufgelötheten Platincontacte aufliegt; bei zu groſser Geschwindigkeit der Drehung hebt die Centrifugalkraft die Feder vom Contacte ab und unterbricht dadurch den durch die Spule geführten und dieselbe in Umdrehung versetzenden galvanischen Strom. Wird die Maschine nicht als Motor, sondern als magneto-elektrischer Stromerzeuger benutzt, so braucht man nur die Stellschraube an der Feder so einzustellen, daſs sie den Contact nicht verlassen kann. Die Maschine wird vorwiegend in zwei Gröſsen gebaut und liefert in der kleineren Gröſse mit 1 bis 5 Bunsen'schen Elementen bezieh. 0,04, 0,20, 0,45, 0,75 und 1mk,10 in der Secunde, in der gröſseren dagegen mit 2 bis 8 Elementen 0,40, 0,75, 1,10, 1,50, 1,90, 2,30 und 2mk,70.

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