Titel: Paraffin als Schutzmittel gegen Feuchtigkeit, Säuren und Alkalien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 19 (S. 351)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi04_19

Paraffin als Schutzmittel gegen Feuchtigkeit, Säuren und Alkalien.

Hölzerne Gefäſse, welche namentlich in chemischen Fabriken rasch zerstört werden, soll man nach E. Schaal (Gewerbeblatt aus Württemberg, 1880 S. 137) an warmer Luft gut austrocknen, dann 2 bis 3 mal mit einer Lösung von Paraffin in 6 Th. Petroläther überstreichen. Gefäſse, in denen mit Dampf gekocht werden soll, werden einige Tage später noch mit Leinölfirniſs oder aber mit Wasserglas überstrichen. Nach dem Trocknen wird dann der Wasserglasanstrich mit verdünnter Salzsäure abgewaschen.

Paraffin hat sich ferner bewährt beim Verpacken der Stopfbüchsen, namentlich bei Rührwerken, welche den Dämpfen von rauchender und englischer Schwefelsäure ausgesetzt sind.

In Alizarinfabriken traf Schaal oft bis zu 10 Procent der Arbeiter mit wunden, eiternden und geschwollenen Händen an; besonders schlimm war dies im Winter. Nachdem er anordnete, daſs sich die Arbeiter, ehe sie zur Arbeit gingen (also 2 mal täglich), die Hände mit einer Lösung von Paraffin in Rüböl und Erdöl einrieben, wurden selten gerissene Hände, geschweige denn eiternde oder geschwollene, angetroffen.

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