Titel: Mechanischer Keim-, Darr- und Trockenapparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 4 (S. 347)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi04_4

Mechanischer Keim-, Darr- und Trockenapparat.

Der Apparat von Karl Scheidig in Altenburg (* D. R. P. Kl. 6 Nr. 9262 vom 7. Februar 1879) dient dazu, das Mälzen und Darren von Getreide zu bewerkstelligen; er kann auſserdem mit geringer Abänderung zum Trocknen von Materialien im Allgemeinen verwendet werden.

Die zur Aufnahme des Keim-, Darr- oder Trockengutes bestimmten Horden bestehen aus einzelnen drehbaren Klappen, welche je in zwei Gliederketten ohne Ende innerhalb eines rechteckigen Gebäudes gelagert sind, an einer bestimmten Stelle herunterklappen und das Gut auf die tiefer liegende Abtheilung fallen lassen. Eine Abänderung hierzu besteht darin, daſs die Klappen strahlenförmig in einem cylindrischen Räume angeordnet sind und ihre relative Lage in demselben nicht verändern. Die einzelnen Klappen werden niedergelegt, indem ein offener Flacheisenring unter denselben langsam bewegt wird. Das Gut durchläuft den Apparat allmählich von oben nach unten und wird dabei durch Rühren gelockert und von Abstreichern in gleichmäſsig hohe Schichten gebracht. Zum Reinigen der Horden sind Walzenbürsten angeordnet. Das Gehäuse, welches auf Säulen ruht, ist so nach zwei Seiten doppelwandig gebaut, daſs die Wände Kanäle bilden. Unterhalb des Gehäuses steht ein Apparat, in welchem sich mit Kokes gefüllte Kasten über einander angeordnet befinden, die mit Wasser von geeigneter Temperatur bespritzt werden. Durch Schornstein ähnliche Verlängerung des einen Kanales oder durch einen Saugapparat wird die Luft im Kanal verdünnt und in Folge dessen die äuſsere atmosphärische Luft durch obigen Apparat hindurch in den Darraum gezogen. Die Temperatur und der Feuchtigkeitsgehalt der Luft kann mittels besonderer Klappen regulirt werden.

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