Titel: Ueber eine akustische Methode der Dampfdichte-Bestimmung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 9 (S. 349)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi04_9

Ueber eine akustische Methode der Dampfdichte-Bestimmung.

Das specifische Gewicht von Gasen und Dämpfen versucht H. Goldschmidt (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1880 S. 769) auf akustischem Wege zu bestimmen. Bekanntlich ist die Schwingungszahl n eines Tones proportional dem Ausdruck , worin e die Elasticität des schwingenden Mediums bedeutet, d die Dichte und k das Verhältniſs der specifischen Wärme bei constantem Druck und bei constantem Volumen, e ist nun bei allen Gasen gleich, die Werthe von k differiren zwar, doch so wenig, daſs man sie gleich setzen kann. Das Verhältniſs der Dichten d und D zweier Gase, welche, nach einander in derselben Röhre in Schwingungen versetzt, Töne von den Schwingungszahlen n und N liefern, wird also durch folgende Gleichung ausgedrückt: .

Da man die Gasdichten auf Luft als Einheit bezieht, so wird , und wir erhalten: .

Zur Ausführung der Versuche wurde ein mit Luft gefülltes Rohr angeklopft und der erhaltene Ton auf einer Violine aufgesucht. Dann wurde die Luft im Rohre durch das Gas verdrängt und abermals der Ton bestimmt. Die erhaltenen Resultate stimmen befriedigend.

Zur Bestimmung der Dampfdichte wurde ein Rohr mit 0,2 bis 0g,5 der zu untersuchenden Substanz beschickt, mit einem Gummistopfen geschlossen, in welchem ein ausgezogenes Rohr steckt und im Wasserdampf zum Siedepunkt der Substanz erhitzt. Da der Ton der mit Luft gefüllten Röhre bei der Zimmertemperatur t bestimmt wurde, der Ton des Dampfes dagegen bei 100°, so gestaltet sich die Formel zur Berechnung der Dampfdichte:

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