Titel: Zur Untersuchung des schwefelsauren Chinins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1880, Band 236/Miszelle 18 (S. 432)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj236/mi236mi05_19

Zur Untersuchung des schwefelsauren Chinins.

Um im officinellen schwefelsauren Chinin, welches nicht mehr als 2 Proc. Cinchonidin enthält, den Gehalt an dieser Verunreinigung zu bestimmen, schüttelt man nach G. Kerner (Archiv der Pharmacie, 1880 Bd. 13 S. 186) zur Herstellung einer Normalchininlösung 5g reines Chininsulfat mit Wasser und filtrirt nach 12 bis 18 Stunden. 10cc des Filtrates werden aus einer in 0cc,05 getheilten Bürette mit 5cc Ammoniakflüssigkeit von 0,92 specifischem Gewicht versetzt und geschüttelt, bis der anfangs gebildete Niederschlag fast gelöst ist, und dann noch weiter Ammon zugefügt, bis die Flüssigkeit völlig klar ist, wozu im Ganzen etwa 6cc Ammonflüssigkeit verbraucht werden. Das auf den Grad seiner Reinheit zu untersuchende Chininsulfat wird ebenfalls 12 Stunden mit 10 Th. kaltem Wasser digerirt und vom Filtrat 10cc mit derselben Ammoniakflüssigkeit wie vorher behandelt. Bei Cinchonidingehalt wird jetzt eine gröſsere Menge Ammoniak bis zur völligen Klärung der Flüssigkeit verbraucht, und zwar ist für je 0cc,288 Ammoniakflüssigkeit 1mg Cinchonidinsulfat, für die angewendete Menge Chininsulfat demnach 0,1 Proc. in Rechnung zu bringen.

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