Titel: Flüssiger Raffinadezucker.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 15 (S. 81)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi01_15

Flüssiger Raffinadezucker.

Sachsenröder und Gottfried in Leipzig (D. R. P. Kl. 89 Nr. 11964 vom 23. Mai 1880) wollen einen flüssigen Raffinadezucker herstellen, welcher eine vollkommen reine Süſse besitzt, wasserhell, nicht krystallisationsfähig und in Wein, Wasser, Sprit und anderen Flüssigkeiten, sowohl in kaltem wie in warmem Zustande, löslich ist, ohne irgend welche Trübung zu erzeugen. Zu diesem Zweck wird eine vollkommen wasserhelle Lösung von raffinirtem Zucker im Vacuum unter Zusatz von 0,2 bis 0,25 Proc. reiner krystallisirter Citronensäure oder reiner pulverisirter Weinsteinsäure auf 40° B. eingedickt, wobei die sich mit dem Zucker verbindende Säure demselben die Krystallisationsfähigkeit vollkommen benimmt. Um das Nachbräunen der nun gewonnenen Masse zu verhüten, erfolgt deren rasche Abkühlung mittels Kühlapparat und wird hierauf die in dem Zucker enthaltene Säure durch den Zusatz von 0,25 bis 0,2 Proc. doppeltkohlensaurem Natron neutralisirt, wodurch jeder Beigeschmack beseitigt und eine vollkommen reine Süſse erzielt wird, ohne daſs hierdurch die Krystallisationsfähigkeit des auf diese Weise gewonnenen Zuckers wieder hervorgerufen wird.

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