Titel: Zur Kenntniſs der Quebrachorinde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1881, Band 240/Miszelle 19 (S. 82)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj240/mi240mi01_19

Zur Kenntniſs der Quebrachorinde.

Die Quebrachorinde und ihre Anwendung als Arzneimittel bespricht eingehend E. Schaer im Archiv der Pharmacie, 1881 Bd. 15 S. 81.

Zur Untersuchung der Rinde auf ihre Echtheit kocht man nach G. Fraude (Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1881 S. 319) 5g der zerkleinerten Rinde mit etwa 25cc sehr leichten Steinkohlenbenzin etwa 5 Min. lang, filtrirt heiſs und schüttelt den kaum gefärbten Auszug mit etwa 10cc verdünnter Schwefelsäure. Die vom Benzin getrennte Sulfatlösung wird mit Ammoniak im Ueberschuſs versetzt und mit 10cc Aether ausgeschüttelt. Die Aetherlösung wird im Probircylinder abgekocht und der Rückstand mit Ueberchlorsäurelösung gekocht, oder auch, wo dieselbe nicht zur Verfügung steht, mit wenig Wasser, 3 bis 4 Tropfen concentrirter Schwefelsäure aufgenommen, eine ganz geringe Menge chlorsauren Kaliums hinzugefügt und längere Zeit gekocht. In beiden Fällen tritt die schöne, Fuchsin ähnliche, lebhafte Färbung auf, welche das Asspidosspermin mit oben genannten Reagentien gibt, und kann das spectroskopische Verhalten zu weiterer Bestätigung dienen.

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